Presseartikel
Die Freiwillige Feuerwehr Dänischenhagen feierte ihr 125-jähriges Jubiläum
 
Dänischenhagen. Wetterkapriolen am 25. November? Das Risiko wollte die Freiwillige Feuerwehr Dänischenhagen nicht eingehen und verlegte die Feier zum 125. Jahrestag der Wehr vor. Bereits am Wochenende luden die Feuerwehrleute zu Festkommers und -ball in die Halle der Firma Rathje in Scharnhagen ein, obwohl 1889 erst Ende November 26 Dänischenhagener die Wehr gründeten.
Für sein Engagement zur Feier zeichnete Marc-Oliver Haßlberger (links) Benjamin Neugebauer mit der Ehrennadel in Gold aus. Foto Hiller
Für sein Engagement zur Feier zeichnete Marc-Oliver Haßlberger (links) Benjamin Neugebauer mit der Ehrennadel in Gold aus. Foto Hiller

Die Freiwilligen fanden sich im gleichen Jahr zusammen, in dem auch in Paris der Eiffelturm eröffnet wurde. Und obwohl sich seitdem viel im Feuerwehrwesen verändert hat, bleibe ein Vorurteil bei einigen Bürgern weiterhin im Kopf, berichtete der stellvertretende Ortswehrführer Marc-Oliver Haßlberger. So werde er noch heute gefragt, wann denn die richtige Feuerwehr aus Kiel käme. Und so stellt er klar, dass die Freiwillige Feuerwehr Dänischenhagen „richtig“ für den Brandschutz vor Ort sorge. Um das zu gewährleisten, wird regelmäßig geübt.

„Die Dienste am Sonntagmorgen um 6 Uhr gibt es zum Glück nicht mehr“, berichtet Haßlberger, und die Brandschützer in der Runde stöhnen auf. Nachdem die Sonntagsdienste, obwohl später auf 10 Uhr verlegt, sehr einsam wurden, entschied sich die Wehrführung für einen Wechsel auf Montagabend. „Seit sechs Jahren treffen wir uns jeden Montag Abend“, so Haßlberger. Doch zu einer funktionierenden Wehr gehöre auch gutes Rüstzeug. „Die Gemeinde hat es immer verstanden, die Feuerwehr vernünftig auszustatten“, lobte er, stellte aber gleichzeitig klar, dass weitere Anschaffungen in naher Zukunft anstehen. „Unser Löschfahrzeug Ferdinand ist schon 16 Jahre alt. Wir sind ein Bestandteil der Gemeinde und kein Verein, daher werden wir partnerschaftlich darüber reden müssen“, sagte er und zeigte sich optimistisch, eine Lösung zu finden.

Davon war auch Wolfgang Steffen, der Leiter der Ehrenabteilung, der gleichzeitig den Posten des Bürgermeisters bekleidet, überzeugt. Seit 1960 gehört er der Wehr an. „Eigentlich wollte ich schon früher mitmachen, aber da hieß es ’Du bist noch keine 18, wenn Du ausgelernt hast, kannst Du mitmachen’“, erzählte Steffen. Doch in den 50er und 60er Jahren sei die Wehr vollkomme.n veraltet gewesen, sodass am Konzept gearbeitet wurde. „Kein Feuerwehrmann durfte mehr betrunken in Uniform durch die Ortschaft gehen, Kameradschaftsabende wurden mit den Frauen zusammen abgehalten und es wurde beschlossen, dass die Politik in der Feuerwehr nichts zu suchen hatte“, berichtete er. Innerhalb kürzester Zeit wuchs die Zahl der aktiven Mitglieder von 13 auf 33 (heute 32 Aktive) und die fast nicht existierende Abteilung der fördernden Mitglieder auf über 200. Um nicht wieder Nachwuchssorgen zu erleiden, gründete Steffen 1981 die Jugendfeuerwehr mit.

Während der Reden wuselten diese „kleinen hilfreichen Geister“, wie Haßlberger sie liebevoll nannte, durch die Gänge und brachten frischen Kaffee an die Tische.

 

Ehrung: Für die Festschrift und sein großes Engagement zur Jubiläumsfeier ehrte Marc-Oliver Haßlberger Benjamin Neugebauer mit der Ehrennadel in Gold.

 

Quelle: Eckernförder Nachrichten, 30.09.14

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