Presseartikel

Dänischenhagener Jugendwehr wurde vor 25 Jahren ins Leben gerufen

Dänischenhagen – Für Merle Schulz war klar: „Ich habe mal bei einer Übung zugesehen. Das hat mir gefallen. Und außerdem ist mein Bruder Torben auch in der Feuerwehr, und der hat viele gute Sachen erzählt.“ Das reichte der Elfjährigen als Grund, um im Frühling dieses Jahres in die Jugendwehr der Freiwilligen Feuerwehr Dänischenhagen einzutreten. Für Fabian Basch stand das Interesse an der technischen Hilfeleistung im Vordergrund – die Handhabung von Schere und Spreizer haben es dem 16-Jährigen angetan. Und der zwölfjährige Oke Reichel sagt, dass das Erlernen der Ersten Hilfe für ihn wichtig sei. Doch egal, welcher Grund es am Ende wirklich ist – mit 22 Mitgliedern kann sich die Jugendabteilung der Dänischenhagener Wehr sehen lassen. Und die Festzeitschrift, die zum 25-jährigen Bestehen – der Festkommers wird Freitag, 29. September, ab 19 Uhr im Gerätehaus gefeiert – entstanden ist, belegt mit Zahlen und Fakten, dass es in jedem Jahr des Bestehens durchschnittlich 20 Mitglieder gegeben hat.

 

„18 Jungen und vier Mädchen im Alter von zehn bis 17 Jahren treffen sich alle 14 Ta-ge dienstags in der Zeit von 17 bis 19 Uhr, um in Sachen Feuerwehr fit zu werden“, erklärt der 22-jährige Jugendwart Christian Basch. Alle haben ein Ziel: Mit 16 Jahren in die aktive Wehr übernommen zu werden. Dass das klappen kann, beweisen unter anderem Boris Hansen und Marc-Oliver Haßlberger. Beide waren in der Jugendwehr, beide sind heute noch dabei. Dabei gehörte Haßlberger sogar zu den Gründungsmitgliedern im Jahr 1982. „Den Gründungsaufruf habe ich im Amtsblatt gelesen. Das war eine einschneidende Entscheidung für mich“, erinnert sich Haßlberger daran, wie er damals als Zwölfjähriger seinen ersten „Feuerwehr-Kombi“ angezogen hat. Das sollte nicht sein letzter Feuerwehranzug bleiben, 25 Jahre später trägt er den blauen Rock immer noch leidenschaftlich gern. „Selbst das Sicherheitsdenken hat sich im Lauf der Jahre verändert“, so Hansen.
  Doch für die Mitglieder der Jugendwehr zählen derzeit nur Feuerwehrtechnik, Sport und Spiel, bis sie die Reife für die „große“ Wehr erlangt haben. Denn das ist ihr erklärtes Ziel: „Wir freuen uns auf die Wehr, weil wir so lange drauf gewartet haben“, sagt Florian Sell (15). Wie wichtig dabei die Fitness ist, stellen die Jugendlichen am Sonnabend, 30. September, unter Beweis: 28 Gruppen mit neun Teilnehmern starten nacheinander zu einem zirka acht Kilometer langen Orientierungsmarsch. „Damit lassen wir zum Jubiläum eine alte Tradition wieder aufleben“, freut sich Haßlberger auf das Festwochenende. Und die kleine Merle kann entscheiden, ob ihr so ein langer Marsch auch so gut gefällt wie der Rest bei der Feuerwehr.

Aus den Eckernförder Nachrichten vom 26.09.2006

 

Unsere Partner