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Feuerwehrmann Thomas Elm bei der Herzdruckmassage, die parallel zum Einsatz des Defibrillators angewendet werden muss. Rettungssanitäter Jörg Seiffert achtet auf den korrekten Ablauf der lebensrettenden Maßnahmen an der Übungspuppe.Dänischenhagen – Ihren Notfall-Koffer kennen sie in- und auswendig. Doch nur mit der normalen Ausstattung zur Ersten Hilfe wollen sich die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Dänischenhagen nicht mehr zufrieden geben: Seit kurzem steht ihnen ein Defibrillator zur Verfügung, am Montagabend ging die Schulung an dem Gerät in die letzte Runde.

Von Sorka Eixmann

Ein Defibrillator ist ein medizinisches Gerät zur Defibrillation und Kardioversion, das heißt, es kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen sowie Kammerflimmern beenden. So weit, so gut – das ist die Theorie. In der Praxis bedeutet es, dass die 26 aktiven Wehrleute sich mit dem Gerät, das künftig auf dem Einsatzwagen mitgeführt werden soll, zuerst einmal auskennen müssen, bevor sie es im Notfall einsetzen können.
„Eine erste Einführung in die Grundlagen hat uns der Gettorfer Medizintechniker Carsten Jonas, der sich auch um die Wartung des Gerätes kümmert, in der vergangenen Woche bereits gegeben“, erzählt Pressewart Marc-Oliver Haßlberger. Für die praktische Übung ist Rettungssanitäter Jörg Seiffert zuständig – er ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Dänischenhagen.
Doch bevor es der leblosen Übungspuppe ans Herz geht, wiederholt Seiffert im Schnelldurchgang das bisher
Erlernte. „Bedingt durch die großzügige Spende können wir jetzt mehr als ‚nur’ Erste Hilfe leisten“, erläuterte Seiffert.

Kostet 1500 Euro und kann Leben retten: ein Defibrillator.
Wenn bei einer Person Herzstillstand festgestellt wird, sind die Dänischenhagener Wehrleute um  rtswehrführer Martin Peters in der Lage, lebensrettend einzugreifen. Voraussetzung: Die Lagerung sollte auf einem harten Untergrund vorgenommen werden, die Atemwege müssen frei sein (Fremdkörper entfernen), der Hals sollte überstreckt werden. „Während ein Kamerad mit dem Beatmungsbeutel arbeitet, ist der andere für die Herzdruckmassage und den Defibrillator zuständig“, so Seiffert. Als erstes zeigt Thomas Elm, was er bei den ersten Schulungsabenden gelernt hat: Mit schnellen Griffen wird der Oberkörper der Schulungspuppe von Kleidung befreit, danach die Pads der Elektroden aufgeklebt. „Die Handhabung unseres Defibrillators ist einfach. Das Gerät erkennt, ob ein Einsatz notwendig ist“, erläutert Seiffert. Auf Knopfdruck gibt der  Kondensator seine gespeicherte Energie, bis zu 360 Joule, an den Patienten ab. Doch das geht alles automatisch, während für die Herzdruckmassage die Eigenenergievon Elm gefragt ist. 30 Mal muss mit der richtigen Stärke auf den Brustkorb gedrückt werden, dann kommen zwei Beatmungseinheiten dazu – und dann ist wieder der körperliche Einsatz von Thomas Elm gefragt. Und der weiß genau, was zu machen ist – und daher wäre die Übungspuppe auch reanimiert, wenn sie denn keine Puppe wäre. Jeder der 26 Aktiven muss ran, denn in der Praxis soll der Einsatz des neuen „Defis“ klappen. „Wir freuen uns sehr über die Spende von der DH Gründstücksgesellschaft, die auf unsere Bitte hin sofort ein Gerät zur Verfügung gestellt hat“, fügt Marc-Oliver Haßlberger in dem Zusammenhang hinzu. Eine Spende, die vielleicht einmal Leben retten wird, und die die Dänischenhagener Wehrleute nach ihrer Schulung jetzt schon fast in- und auswendig kennen.

 

(c) Eckernförder Nachrichten, veröffentlicht 24.01.07, Fotos Eixmann

Feuerwehr in Not: Kameraden dringend gesucht
Die Feuerwehr Dänischenhagen schlägt Alarm: Sie braucht dringend Leute.
Dänischenhagen
– Zum Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr zwangsverpflichtet - das gab es bislang nur in List auf Sylt. Doch schon bald könnte es auch Bürger in Dänischenhagen treffen: Die Wehr hat zu wenig aktive Mitglieder.
Ein Löschfahrzeug gibt es in der Gemeinde, das im Notfall mit neun Einsatzkräften, die jeder ihre Funktion haben, besetzt ist. Ob Atemgeräteträger oder Maschinist - jede Funktion müsse dreifach besetzt sein, erklärt der stellvertretende Wehrführer Marc-Oliver Haßlberger, was das Brandschutzgesetz vorgibt. Doch an seiner Seite stehen nur 17 Kameraden, die im ständigen Training und damit für Einsätze qualifiziert sind. In der Jugendwehr der Gemeinde sind mit 19 Jungen und vier Mädchen zwar Nachrücker vorhanden, doch würden die meist im Zuge der Berufsausbildung verloren gehen oder beim Austritt aus der Jugendabteilung einer anderen Wehr zugute kommen. Denn die Jugendwehr Dänischenhagen ist die einzige im Amtsbereich, und die meisten kommen aus anderen Orten.
Haßlberger hat die Jugendabteilung vor 25 Jahren mitbegründet. „Ich fand die Feuerwehr faszinierend, wie jeder Junge“, sagt der 37-Jährige mit einem Lachen. Im Laufe der Jahre habe er viel gelernt und viel Positives für sich aus dem Ehrenamt herausgezogen, so dass er sich motiviert fühlte weiterzumachen. Inzwischen sei das Mitarbeiten in der Wehr schon selbstverständlich für ihn geworden. Doch anders als Brandmeister Haßlberger, der in der Gemeinde und mit der Wehr groß geworden ist, haben viele aus Kiel Zugezogene keinen Bezug dazu. Zudem glaubten sie, die Berufsfeuerwehr in Kiel sei im Notfall zuständig, hat der stellvertretende Wehrführer festgestellt. Das dachte auch Sven Teegen, der erst seit wenigen Tagen Mitglied der Wehr ist. „Wir wohnen seit knapp einem Jahr hier, und kürzlich habe ich erfahren, dass Kiel gar nicht verantwortlich ist. Da ist mir klar geworden, welche Bedeutung die Wehren auf dem Dorf haben“, so der 36-Jährige. Ein Jahr lang wird er nun als Anwärter in die Rechte und Pflichten und die vielfältigen Aufgabenbereiche eingeführt.
Gerade erfolgreich hinter sich gebracht hat Jan Joachim dieses erste Jahr und wurde als Feuerwehrmann von den Kameraden in ihre Gemeinschaft aufgenommen. Als er mit seiner Familie nach Dänischenhagen zog, erfuhr er vom dringenden Bedarf der Wehr. „Ich habe mich schon immer gern für meine Mitmenschen engagiert, war lange Zeit im Vorstand vom Schwimmverein Wiking Kiel, und suchte nach einer neuen Aufgabe, als die Kinder aus dem Gröbsten raus waren“, erzählt der 41-Jährige. So brauchte es keine großen Überredungskünste von Marc-Oliver Haßlberger, der Wehr beizutreten. „Es ist sehr reizvoll, die Technik kennen zu lernen, und die Menschen aus dem Ort“, sagt Joachim. Denn unter den Kameraden seien alle Bevölkerungsschichten vertreten, die Spannbreite reiche vom Totengräber über Lehrer und Versicherungsfachwirte bis hin zum Piloten.
Haßlberger hofft, dass noch mehr Bürger wie Teegen und Joachim den Weg in die Wehr finden. Denn wenn die Mitgliederzahl noch weiter sinkt, müssten Bürger zwangsweise einberufen werden. „Aber das wollen wir nicht“, sagt der stellvertretende Wehrführer. „Eintritte sollten lieber freiwillig geschehen.“ Egal ob Mann oder Frau, jeder zwischen 30 und 60 Jahren ist willkommen. Wer aufgeschlossen und Team-fähig ist, sich gern für andere einbringt und Spaß daran hat, etwas über Technik zu lernen, schaut einfach bei den Übungsabenden montags um 19.30 Uhr in der Feuerwache vorbei oder mailt an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

(c) Eckernförder Zeitung, Susanne Meise

www.daenischenhagen112.de: Unter dieser Adresse präsentiert sich die Freiwillige Feuerwehr Dänischenhagen im Internet
Einen leichteren Austausch untereinander und mehr Rückmeldungen aus der Bevölkerung – das erhofft sich die Freiwillige Feuerwehr Dänischenhagen von ihrem Internetauftritt.

Die Jugendfeuerwehr hat sie schon seit fast einem Jahr – jetzt sind auch die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr mit einer eigenen Homepage im weltweiten Datennetz vertreten. Unter der Adresse www.daenischenhagen112.de finden die Mitglieder, aber auch die Bürger der Gemeinde interessante Informationen.

„Wir sind kein Zusammenschluss alter dicker Männer. Wir sind modern, und da gehört auch eine Internetpräsenz dazu“, sagt Marc-Oliver Haßlberger, stellvertretender Wehrführer. Über sie könnten sich die Kameraden im Forum untereinander austauschen, auch könnten Absprachen einfacher und übersichtlicher als beispielsweise mit E-Mail erfolgen, nennt Haßlberger weitere Vorteile. Darüber hinaus sei die Homepage ein Instrument der Öffentlichkeitsarbeit. Haßlberger: „Damit erreichen wir Leute, die wir über die Zeitung und das Amtsblatt nicht kriegen.“ Und andersherum könnten die Bürger jederzeit loswerden, was ihnen auf der Seele brennt. „Wir erhoffen uns ein Feedback, das wir sonst nicht bekommen würden“, sagt Torsten Mrotz, Mitglied der Feuerwehr und Verantwortlicher für den Internetauftritt. Er hat auch die Präsentation der Jugendfeuerwehr im world wide web entworfen und weiß, dass so eine Plattform von den Mitgliedern, aber auch von befreundeten Wehren und von Interessierten gut angenommen wird.

Neben Informationen über die Wehr und ihre Aufgaben finden Besucher auf der Seite eine Vorstellung des Vorstands, Bekanntmachungen, Berichte und Bilder von Einsätzen, Hinweise auf Veranstaltungen und Tipps zu verschiedenen Themen wie das richtige Verhalten bei Feuer, Unwetter oder im Straßenverkehr, bei Sturmschäden, Fettexplosion und Rauchvergiftung. Die Mitglieder finden auf der Seite zudem ihren Dienstplan und solche, die es werden wollen, Infos über den Beitritt. Haßlberger und Mrotz hoffen, dass der Internetauftritt auch dazu beitragen wird, neue Brandbekämpfer zu gewinnen. Denn das ist nach wie vor ein Problem. Haßlberger: „Zu viele Bürger glauben immer noch, dass die Berufsfeuerwehr aus Kiel im Notfall hierher ausrückt. Aber das ist nicht richtig.“

Susanne Meise

(c) Eckernförder Zeitung, veröffentlicht 27.12.06


So gelingt die letzte Nacht des Jahres
Tipps für eine unglücksfreie Silvesternacht hat die Freiwillige Feuerwehr in Dänischenhagen parat.
Dänischenhagen
– Zwei Tage noch, dann bricht das neue Jahr an. Der Wechsel wird gefeiert, und für viele Menschen sind dabei Raketen und Böller ein Muss. Allzu oft wird jedoch vergessen, dass eine gewisse Gefahr von ihnen ausgeht, hat Marc-Oliver Haßlberger, stellvertretender Wehrführer aus Dänischenhagen, festgestellt. Worauf zu achten ist, damit jeder Bürger und auch die Kameraden der Feuerwehr den letzten Abend des Jahres ungestört genießen können, erläuterte Haßlberger im Gespräch mit unserer Redaktion.
„Ich bin so froh, dass die Papiertonnen in diesem Jahr vor Silvester geleert wurden“, sagt Haßlberger. In den Vorjahren sei es imme wieder vorgekommen, dass in die zur Abfuhr bereitgestellten Tonnen Knaller geworfen wurden. Die Tonnen fingen Feuer, die Brandbekämpfer mussten ausrücken. „Das ist so überflüssig“, meint Haßlberger verärgert. Bürgern in Gemeinden, in denen der Müll kurz vor oder nach Silvester abgeholt wird, rät er deshalb, die Tonnen erst kurz vor der Abfuhr an die Straße zu stellen. „Wenn sie dicht an Häusern, Garagen oder Carports stehen, ist die Gefahr groß, dass das Feuer überspringt“, gibt Haßlberger zu bedenken. Auch empfiehlt er allen, die nicht zu Hause feiern, sämtliche Fenster zu schließen, damit Feuerwerkskörper nicht in die Räume fliegen und dort unbemerkt einen Brand auslösen können. In diesem Zusammenhang appelliert er daran, Rauchmelder in allen Räumen der Wohnung oder des Hauses zu installieren. „Die kosten nicht viel und können Leben retten“, sagt Haßlberger. Zwei Tipps hat er noch dazu: beim Kauf auf das GS-Zeichen achten, dass für Zuverlässigkeit bürgt, und niemals den Melder mit Zigarettenrauch testen – die eingebaute Photozelle könnte beschädigt werden und im tatsächlichen Ernstfall nicht reagieren.
Wer selbst Böller und Raketen zünden möchte, sollte einige Regeln beachten. Schließlich handele es sich bei Feuerwerkskörpern um Sprengstoff, betont Haßlberger. Gezündet werden sollten sie nur im Freien und außerhalb der Reichweite von leicht brennbaren Gegenständen oder Reetdächern, sagt Haßlberger weiter und erinnerte, dass eben wegen solcher Dächer in Scharnhagen das Zünden von Raketen verboten ist. Generell sei ein ausreichender Abstand zwischen Menschen, Tieren, Gebäuden, Bäumen, Autos und den Knallkörpern einzuhalten. „Knallfrösche zum Beispiel springen weiter weg“, gibt Haßlberger zu bedenken.
Damit Raketen senkrecht in den Himmel starten können, sollten nur solche Flaschen oder Rohre verwendet werden, die wirklich sicher stehen. „Und Versager niemals ein zweites Mal anzünden“, mahnt Haßlberger. Die Lunte sei meist schon halb abgebrannt, und der Feuerwerkskörper gehe schneller los. „Da bleibt keine Zeit mehr, die Hand wegzuziehen“, warnt der stellvertretende Wehrführer.
Susanne Meise

„Die kosten nicht viel und können Leben retten“, wirbt Marc-Oliver Haßlberger für Rauchmelder.

 

Torsten Mrotz ist bei der Feuerwehr Dänischenhagen als Webmaster und stellvertretender Jugendwart aktiv. Torsten Mrotz bastelte ein Jahr an einer Homepage für sich und seine Kollegen

Wer denkt, dass die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren nur in ihren blauen Röcken dasitzen und darauf warten, dass die Sirenen losgehen, der irrt gewaltig. Die Zeit, in der keine Einsätze sind, wird sinnvoll genutzt – in Dänischenhagen hat sich Feuerwehrmann Torsten Mrotz dabei als Webmaster engagiert. Für den Informatikstudenten war es relativ leicht, eine ansprechende Homepage zu erstellen. Dennoch: „Es hat so seine Zeit gedauert, bis alle Anforderungen erfüllt waren. Vor allen Dingen die Anforderungen, die man an sich selbst stellt“, erklärt der 25-Jährige. „Die erste Version stand nach vier Wochenenden“, erinnert er sich. Doch insgesamt wurde mehr als ein Jahr gearbeitet, bis der komplette Internetauftritt fertig gestellt war. „Zuerst war die Arbeit an den Seiten über die Jugendwehr erledigt“, so Mrotz. Das war klar, denn als stellvertretender Jugendwart hat er den schnellsten Zugriff auf neue Informationen. „Am längsten hat es gedauert, die Seiten über die aktiven Wehrleute fertig zu machen.“ Doch die Arbeit hat sich gelohnt, eine bunte, abwechslungsreiche und informative Homepage ist das Ergebnis der akribischen Arbeit des Informatikstudenten. Ob Dienstpläne, Bekanntmachungen, die Vorstellung des Wehrvorstandes oder andere interessante Informationen über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr – alles kann unter www.daenischenhagen112. de angeklickt werden. Auch die KN-Presseartikel über die Einsätze und Veranstaltungen der Wehr sind dort archiviert, natürlich in korrekter zeitlicher Reihenfolge. „Und selbstverständlich können auch Mitgliedsformulare direkt aus dem Internet herunter geladen werden. Schließlich brauchen wir auch immer wieder neue Mitglieder“, rührt Mrotz die Werbetrommel. Bei der Homepage sollte es mit neuen Mitgliedern klappen.

 


(c) Eckernförder Nachrichten, veröffentlicht 10.11.06

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