Presseartikel

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(c) Eckernförder Nachrichten 13.08.07

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(c) Eckernförder Zeitung 13.08.07

Dänischenhagener Wehr setzt auf Erlebnisse und hofft auf Neu-Mitglieder

Dänischenhagen – Der Titel war nach eigenem Bekunden eine Schnapsidee, sollte aber Aufmerksamkeit erregen: Die Dänischenhagener Feuerwehr hat am Wochenende nicht zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, sondern augenzwinkernd großspurig zum Fire-Fighter-Festival. Der Plan ging auf: Trotz zwischenzeitlicher Platzregenfälle kamen rund 250 Besucher an die Feuerwache – und mit zwei Interessenten könnte die Wehr schon bald auf 29 aktive Mitglieder anwachsen. Bei der Jugendwehr meldeten sich vier Nachwuchskräfte. Die Dänischenhagener hatten bei ihrer Vorbereitung bewusst auf Erlebnisse gesetzt. „Wir sind kein Sportverein, sondern dienen der Allgemeinheit und wollen das an diesem Tag zeigen“, sagte Ortswehrführer Martin Peters. Einfach nur ein rotes Löschfahrzeug auf den Hof zu stellen, reiche schon lange nicht mehr, um Menschen für die wichtige Arbeit zu interessieren. Stattdessen wurde zum Beispiel ein Zelt verqualmt, das Gäste mit einem Atemschutzgerät auf dem Kopf und einem Begleiter an der Hand betreten konnten. Für die Kleinen standen  neben der klassischen, doch beliebten Hüpfburg Wasserspiele bereit. Und mitten auf dem Hof brannte in einer Wanne Benzin – für manchen die vielleicht eindrucksvollste Demonstration an diesem Tag. Karl-Heinz Greggersen, Löschmeister von der Freiwilligen Feuerwehr aus Gettorf, zeigte mit zwei seiner Kameraden, wie man Benzin richtig löscht – im Maßstab eins zu zehn. „Benzin schwimmt oben, sodass sich Löschwasser nur darunter schieben würde.“ Klar zu sehen: Schaum legt sich über die Flammen und entzieht dem Brand den Sauerstoff.

(c) Eckernförder Nachrichten, veröffentlicht 02.07.07, zel

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(c) Eckernförder Zeitung 10.08.07

Ein größerer Brand zur Tageszeit in Dänischenhagen ist für die Feuerwehr ein Alptraum – es sind nicht genug Kameraden im Ort.

Dänischenhagen – Der fiktive Brand in der Grundschule am 11. Mai hat ans Licht gebracht, dessen sich Marc-Oliver Haßlberger, stellvertretender Wehrführer, schon seit langem bewusst ist: Der Freiwilligen Feuerwehr im Ort fehlt es an Leuten. Verstärkung hat das Ergebnis der Übung den Kameraden jedoch nicht gebracht.
Torsten Mrotz saß Zuhause an seiner Diplomarbeit, als der Alarm gegen 9 Uhr morgens ausgelöst wurde. Der stellvertretende Jugendwart und Gruppenführer fuhr sofort zur Wache, wo er zwei Kollegen der Wehr traf – einen Mitarbeiter der Kirchengemeinde und einen Zivildienstleistenden, der an dem Tag frei hatte. Drei Mann – genau drei Mann zu wenig, um als Staffel, die kleinste Einheit, ausrücken zu können. „Wir haben dann die Wehren Kaltenhof und Strande nachalarmiert und sind mit dem Mannschaftstransportwagen zurErkundung vorgefahren“, berichtet Mrotz. An der Schule angekommen, erfüllte sich seine Hoffnung, es möge nur eine Übung sein – die drei Brandbekämpfer wurden vom Amtswehrführer empfangen und eingeweiht. Wenig später erreichten drei weitere Kameraden den „Brandort“ – ein Hausmann, ein Gartenbauarbeiter und ein Selbstständiger, der von einem Termin in Kiel herbeigesaust kam. „Wenn es
tatsächlich gebrannt hätte, wäre es eng geworden“, sagt Mrotz.
Marc-Oliver Haßlberger findet klare Worte: „Mit dem Ergebnis kann ich nicht zufrieden sein.“ Die Situation habe gezeigt, dass alle Konzepte im Kopf nichts nützen, wenn nicht genügend Leute da sind. Als Führungskraft
fühle er sich hilflos, so Haßlberger, der zur zeit des Einsatzes wie die meisten anderen Kameraden bei der Arbeit in Kiel war. Das sei der Fluch des Schlafdorfs. „Leider sind wir in der Situation, dass wir mit dem vorhandenen Stamm nichts ändern können. Wir können unseren Urlaub nicht so legen, dass immer neun Leute da sind, die das Löschfahrzeug besetzen könnten“, sagt Haßlberger. Und weiter: „Wir sind eine freiwillige Wehr, wir machen es alle nebenberuflich.“
Die einzige Chance, um auch tagsüber im Brandfall einsatzfähig zu sein, sehen Mrotz und Haßlberger in
dem Beitritt neuer Aktiver. „Es wäre schon ein großer Gewinn, wenn wir mehr Frauen in der Wehr hätten,
die entweder zu Hause oder nur halbtagsbeschäftigt sind“, meint der stellvertretendeWehrführer. Zwar seien
auch die nicht immer da, doch je größer die Zahl der Mitglieder, um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass im
Notfall eine Gruppenstärke zusammenkomme, argumentiert Haßlberger.
Hilfreich wäre außerdem, wenn das im vergangenen Herbst nach einem Unfall stillgelegte Einsatzleitfahrzeug ersetzt werden würde, so Haßlberger weiter. „Wir hatten es so ausgerüstet, dass ein Kleinangriff damit gefahren werden kann“, erklärt er. Amaturen zur Wasserentnahme aus einem Hydranten waren ebenso an Bord wie Schlauchmaterial und Atemschutzgeräte. Ein Anhänger mit 350 Liter Wasser konnte an den Wagen angehängt werden, der mit Führerschein Klasse II gefahrenwerden durfte.
Zulauf erhoffen sich Haßlberger und seine Kollegen vom Feuerwehrfestival, das sie am 30. Juni von 11 bis 15
Uhr rund um das Gerätehaus organisieren. „Dabei möchten wir unseren Besuchern Gelegenheit geben, die Feuerwehr hautnah und aktiv zu erleben“, kündigt Schriftwart Ingolf Scheffler an. Zum Beispiel könne jeder einen Schlauch unter Druck in die Hand nehmen, einmal in die Arbeitskleidung steigen oder erleben, wie es ist, unter Atemschutz durch einen vernebelten Raum zu gehen. Außerdem wird es einen Übungsangriff mit Schaum im Miniaturformat geben: Ein Tanklöschfahrzeug und ein Silo im Maßstab 1:20 werden mit Benzin übergossen und angezündet. Auch eine Defibrilatorstation und Rauchmelder sowie ein Rauchhaus und eine Fettexplosion stehen auf dem Programm. Auf die kleinen Besucher warten außerdem Hüpfburg, Wasserspiele und Rundfahrten im Löschfahrzeug.

(c) Eckernförder Zeitung, veröffentlicht 01.06.07, Susanne Meise

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